Sie, 49 hat Torschlußpanik

Ruerup

Leserin K. schreibt

(meine Kommentare im Fragetext kursiv)

Ich bin 49 und befasse mich – leider – erst seit Kurzem mit Geldanlagemöglichkeiten. Seit rund 10 Tagen beschäftige ich mich recht intensiv mit dem Thema Rürup-Rente und allem was dazu gehört. Hintergrund ist, dass ich noch keine private Altersvorsorge habe und die zu erwartende Rente überschaubar ist. Dazu kommt, dass ich Anfang des Jahres (nach einem zweiten Burnout) meinen Job aufgegeben habe und dafür eine Abfindung bekommen habe und daher die Einzahlung auch sehr viel Sinn macht. Leider eilt jetzt die Zeit, aber vorher hab ich es wegen meiner Erkrankung nicht geschafft.

Meine Erkenntnisse bis jetzt

  1. Was mich am meisten geschockt hat: Auch bei den Honorarberatern gibt es himmelweite Unterschiede. Hier muss man echt verdammt aufpassen und dran bleiben. Obwohl einem schon fast Laune vergeht, sobald man die Angebote mit rund 40 Seiten Vertragsanhang in der Hand hat. Erschwerend kommt noch hinzu, dass der Berater, der es völlig übertrieben hat, nach außen eine sehr informative und sachlich gehaltene Webseite hat und auch sehr kompetent am Telefon war und ist sogar Versicherungsgutachter!
    Aber nicht nur, dass er mal eben die Prozentzahlen an mehreren Stellschrauben hochgeschraubt hat. Er wollte sogar ein vierfach höheres Honorar dafür.
  2. Raisin/Weltsparen ist gar nicht unbedingt der günstigste Anbieter – sofern ich das richtig gerechnet habe. Wobei Raisin das Thema erfrischend anders und einfach erklärt und mit nur rund zehn Seiten Vertrag auskommt, den man sogar versteht, wenn man nicht im Thema drin ist. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich hab für mich 2 Anbieter gefunden, die (für mich) günstiger sind und die es schon länger gibt. Leider sind beide noch nicht online und einer der beiden hat auch nur eine recht überschaubare Anzahl an Fonds.

Meine Fragen:

Welchen Anbieter würdest Du wählen?
Ich tendiere gerade zu Volksbund Wohl. Der Nachteil ist hier, dass die „alten“ Versicherungen noch die für die Kunden guten Alt-Verträge mit hohen Zinsen bedienen müssen und die Gefahr besteht, dass sie etwas ausbluten und dann keine Überschussbeteiligung mehr da ist – aber es gibt eh keine 110 % ige Absicherung, wie es kommt. Mich würde aber dennoch Deine Meinung interessieren.

Die noch wichtigere Frage: Welche ETF-Fonds würdest Du in meinem Fall wählen? Ich muss noch im Dezember 2020 beginnen und die Fonds stehen ja gerade ziemlich hoch und es ist (aus meiner Sicht) in den nächsten Jahren nach dem Corona-Crash und den Langzeitfolgen mit einem Einbrechen der Kurse zu rechnen. Mein Zeithorizont sind 19 Jahre.
Ich würde natürlich möglichst gerne das Geld vermehren und bin durch Rürup nicht so flexibel und will nicht so große Ausschläge nach unten haben, damit ich nicht so viel „aufholen“ muss.
Welche Portfolio-Kombination findest Du vor dem Hintergrund am sinnvollsten? Oder würdest Du erst einmal zu Beginn – wegen der aktuellen Wirtschaftssituation – auf einen großen Anleihenteil gehen? Ich kann dann zu einem späteren Zeitpunkt – wenn sich die Märkte wieder erholt haben – den Aktienanteil vergrößern.
Mein Überlegungen bislang mit dem Wissenstand einiger Artikel, die ich von Dir und anderen gelesen hab und einiger Youtube Video sind folgende:

Anmerkung Finanzwesir: Jetzt stellt Leserin K. jede Menge Depots vor, die sich letztlich nicht unterscheiden.

  • Es sind entweder die Kompetenz suggerierenden Wuseldepots mit 385 ETFs, die sich aber auf 70 % Industrieländer plus 30 % Schwellenländer zusammenkürzen lassen. Ja, und manchmal sind sogar 5% Small Caps inklusive.
  • Die anderen Depots sind übersichtlicher. Da liefern sich dann 70 % Vanguard All World und 60 % MSCI ACWI ein Duell auf Leben und Tod.

Deshalb habe ich das gekürzt.

K.s momentaner Stand der Dinge

Vorschlag 3 (das war eins dieser geilen Nachkomastellendepots) finde ich ganz gut, weil man dann die regionalen Schwerpunkte leichter anpassen kann. Beispielsweise wenn sich der asiatische Raum besser entwickelt, kann man den Anteil hochschrauben. Das Ganze eventuell ergänzt um Small Caps und Anleihen und vielleicht kein Japan.
Ich habe mir auf my.etf verschiedene Portfolios angeschaut und habe mir diese Kriterien überlegt

  • gute Rendite in den letzten Jahren. Gut bedeutet: Mehr als fünf Prozent Rendite,
  • in 2018 kein so großer Einbruch,
  • im März 2020 kein so großer Einbruch. Mehr als 10 Prozent, aber keine 15 Prozent.

Sind diese Kriterien überhaupt sinnvoll?

Auf jeden Fall finde ich das Thema echt spannend. Und wenn ich den Vertrag mit der Rürup-Rente gemacht hab, dass sollte bis Anfang bis Mitte nächster Woche geschehen (K.s Mail ist vom 25.11.; „nächste Woche“ bedeutet in diesem Zusammenhang: 30.11 – 4.12.2020), damit das noch in den Dezember reingeht. Danach kümmere ich mich um die weitere Diversifizierung meiner Ersparnisse (wird ja auch Zeit). Hierfür lese ich aber erst mal Dein Buch und das vom Kommer.

Der Finanzwesir sagt nein!

Das kann nur im Desaster enden. K. hat ihre Mail an mich am 25. November geschrieben. Gut 10 Tage vorher hat sie angefangen sich mit Rürup zu beschäftigen, dass war dann vermutlich das Wochenende vom 14./15. November. Abschließen will sie bis zum 2. oder 3. Dezember.
Von null auf Rürup in 17 Tagen. Das ist keine gute Idee. Ich sage: Was am Volkstrauertag (15.11.) begann, wird im Desaster enden.
Das hat nichts mit Rürup zu tun. Ich bin auch dagegen, wenn es heißt

  • Dieses Haus muss bis Jahresende gekauft werden.
  • Dieser Containerfonds muss jetzt und sofort und in dieser Filiale gezeichnet werden.
  • Sofortheirat: Dieser Mann muss sofort in den Hafen der Ehe.

K. muss aufpassen, dass es ihr nicht wie Lisa und Michael geht: Nachdem die horizontale Begeisterung auf Wolke 7 vorbei ist, ist Lisa sich ihrer Gefühle nicht mehr sicher.
Merke: Einen Michael wird man leichter los, als einen Rürup.

Die Entscheidung für Rürup ist erstens langfristig und zweitens schwerwiegend. So etwas boxt man nicht in einer Goldhamsterschwangerschaft (rund 16 Tage) durch.

Was tun?

In dieser Reihenfolge!

Wie geht es im Leben weiter?

49, zweiter Burnout, überschaubare gesetzliche Rente. Lebenserwartung: 20 bis 30 Jahre, vielleicht auch 40 Jahre. In Jahreszahlen ausgedrückt: 2040, 2050, 2060. Wenn K. ganz sicher gehen will: Bis 2071, dann würde sie 100 Jahre alt werden.
Meine Vermutung: Rente und Abfindung reichen nicht bis dahin. Also muss K. Geld verdienen. Aber nicht so, wie sie es bisher gemacht hat. Zwei Burnouts sind genug. Mein Vorschlag ist, nach den Begriffen „passion economy“ und „creator economy“ zu googlen und sich die Bücher des Ehepaars Conta Gromberg zum Thema Solopreneur zu besorgen.
Und nein, es geht nicht darum, dass „wir uns dann alle gegenseitig die Haare schneiden“. Es geht darum eine Nische zu finden, in der man selbstbestimmt so viel Geld verdient, dass es reicht (nicht arm sterben).
Das Spektrum reicht von

  • Ravelery, einer Strick-Community. Wie wird hier Geld verdient? Designerinnen entwerfen Stickmuster und verkaufen die Anleitung dann an die Mitglieder. Von Strickerinnen für Strickerinnen und man weiß, dass man Qualität bekommt.

bis zu

  • Tailwind: Ein Programmierer setzt sich mit seinem Design-Kumpel zusammen, um die Frage zu klären, die jeden Developer quält, der seine eigene App gestaltet: „Warum sieht das so scheiße aus?“ Die Antwort verkaufen die beiden für 149 Dollar und die Geschäfte laufen gut.

Es geht nicht darum, „was mit online zu machen“.Es geht darum etwas zu finden, was man wirklich gut kann und gerne macht und für das es einen Markt gibt. Das Internet sorgt dafür, dass dieser Markt national oder sogar international ist. Und dann reichen 0,00001 % des Marktes um nicht arm zu sterben.
Dann werden Aussagen wie

„Mein Zeithorizont sind 19 Jahre.“

hinfällig. In 19 Jahren ist K. 68. Meine Vermutung: Dann startet die gesetzliche Rente. Das typische Angestelltendenken

  1. Ich arbeite bis zum Tag X abhängig beschäftigt. Der Lohn ist meine einzige Einnahmequelle.
  2. X plus eins: Ich bin Rentnerin. Die Rente ist meine einzige Einnahmequelle.

funktioniert nicht mehr in dieser VUCA-Welt. Jetzt heißt es mehrere Eisen im Feuer zu haben. Oder wie wir Börsianer sagen: Optionalität muss her.
Ein weiterer Feind von K. ist der „Eskalations-Fehler“. Das lineare Fortschreiben der Gegenwart in die Zukunft. Deshalb haben die Futuristen des viktorianischen Zeitalters fliegende Kutschen gezeichnet.
Ab 2035 sind die ganzen geburtenstarken Jahrgänge voll in Rente. Und das soll keine Brüche im Rentensystem verursachen?

Aber das braucht doch Zeit. Ja und, wenn die Geldanlage 49 Jahre lang nicht sooo wichtig war, dann muss man das jetzt nicht übers Knie brechen.
Wie soll das Leben nach dem zweiten Burnout weitergehen? Das ist die zentrale Frage. Danach muss sich die Geldanlage richten.

Kassensturz

  1. Was ist eigentlich da? Was heißt überschaubare Rente konkret? 239,45 €, 622 € (Rentendurchschnitt Westfrau) oder 928 € (Rentendurchschnitt Ostfrau). Was gibt es noch für Assets? Gibt es etwas zu erben?
  2. Ausgaben: Wie hoch sind die Fixkosten, wie hoch die variablen Kosten? Was lässt sich einsparen, wo tun sich neue Ausgaben auf?
  3. Einnahmen minus Ausgaben: Wie hoch ist die Lücke? Wie lange reichen die Reserven?

Welche Rente kann K. erwarten?

Nehmen wir die 4 %-Regel als Pi-mal-Daumen-Abschätzung für ein ewiges Depot. Dann kann K. pro 100.000 € Abfindung mit 4.000 € jährlich rechnen. Mit Kapitalverzehr ein paar Euro mehr. Mit den ganzen Rürup-Kosten ein paar Euro weniger.
Ein Monatsbruttogehalt Abfindung pro Beschäftigungsjahr – das scheint aktuell realistisch zu sein. Das durchschnittliche Monatsbrutto für Frauen in Vollzeit liegt laut Statista bei 3.559 €.
Macht bei zehnjähriger Betriebszugehörigkeit 35.600 € brutto. Das ist alles noch zu versteuern.
Meine ganz grobe Schätzung: Wir reden hier von 20.000 € bis 80.000 € nach Steuern. Die 4%-Regel macht daraus: 800 € bis 3.200 € jährliches Zusatzeinkommen.
Selbst wenn wir das verdoppeln: 7.500 € jährlich bedeutet 625 € monatlich. Das mag die Miete sein, aber der Kühlschrank ist dann noch leer.
Mit anderen Worten: Egal wie K. es dreht und wendet. Es reicht nicht.

Warum Rürup?

Wieso eigentlich Rürup? Ich habe mal gegoogelt und diesen Satz gefunden

„Das Wichtigste in Kürze: Selbständige können mit der Rürup- oder Basisrente staatlich gefördert fürs Alter vorsorgen.“
Quelle

K. hat eine Abfindung bekommen. Selbständige bekommen keine Abfindung, das ist was für abhängig Beschäftigte. Wenn nicht: Bitte in den Kommentaren korrigieren.
Ist Rürup überhaupt das richtige Werkzeug, um K.s Probleme zu lösen?
Die Verträge sind notorisch undurchsichtig. K. hat das auch schon bemerkt:

„Obwohl einem schon fast Laune vergeht, sobald man die Angebote mit rund 40 Seiten Vertragsanhang in der Hand hat.“

Das darf einem nicht die Laune verderben. Das ist bei solchen Produkten normal.
Ich kenne mich nicht wirklich gut aus mit Rürup. Deshalb die Bitte an die Community hier in den Kommentaren auszuhelfen. Was raten Sie K.?

Rentenpunkte kaufen

Freiwillige Renteneinzahlungen für lupenreine Kapitalisten – unter diesem Titel hat der Finanzmaschinist vorgerechnet, dass es sich lohnt Rentenpunkte in der gesetzlichen Versicherung zu kaufen.
Ich würde K. raten genau zu prüfen, ob das für Sie eine Option ist.

Meine Antworten auf die konkreten Fragen

ETFs und Portfolios

Welche ETF-Fonds würdest Du in meinem Fall wählen?
Einen ETF auf den MSCI ACWI oder den FTSE All World. Das ist alles drin. 23 Industrienationen und 26 Schwellenländer. Pflegeleicht und – wie man im Artikel 900 € in diese drei ETFs sieht – auch nicht renditeschwächer.
Es ist ein typischer Anfängerfehler zu glauben, dass mehr ETFs auch mehr Diversifikation und mehr Rendite bedeuten. Die Zahl der Zeilen im Depot ist ist keinster Weise mit der Rendite korreliert.

Welche Portfolio-Kombination findest Du vor dem Hintergrund am sinnvollsten?
Die einfachste. Alles was nicht drin ist, kann nicht kaputt gehen.

Oder würdest Du erst einmal zu Beginn – wegen der aktuellen Wirtschaftssituation – auf einen großen Anleihenteil gehen?
Was tun wir, wenn es noch jahrelang bergauf geht?
Stichwort hier: „Wall of worry“ – die Kurse steigen, obwohl alle am rumheulen sind.
Wie das? Nun, Kostolany hat es so ausgedrückt

„Die ganze Börse hängt nur davon ab, ob es mehr Aktien gibt als Idioten oder mehr Idioten als Aktien.“

Wenn die ganzen Jammerlappen raus sind und nur noch die harten Hunde am Start sind, dann löst eine schlechte Nachricht keinen Verkaufsdruck mehr aus. Kein Verkaufsdruck = keine Kursverluste.
Dann kommt eine Nachricht, die das tiefschwarz zu dunkelgrau aufhellt. Und die harten Hunde fangen an zu shoppen und die Kurse steigen. Sind ja nur noch harte Hunde am Start und die wollen eigentlich nicht verkaufen, also muss der Käufer den Verkäufer schon mit einem attraktiven Dollarbündel locken.
Die aktuelle Wirtschaftssituation hat nur bedingt etwas mit den Börsenkursen zu tun. Die Börse schaut sechs bis zwölf Monate voraus. Das bedeutet, dass beispielsweise Corona fast durch ist. Impfstoff kommt, alles klar.

Crash: Sind diese Kriterien überhaupt sinnvoll?
Kriterien sind im Crash der Rettungsanker. Aber nicht so, wie K. sie anwendet. K. versucht Produkte zu identifizieren, die sich in der Vergangenheit gut geschlagen haben.
Was findet sie damit: Die Gewinner von gestern.
Crashkriterien funktionieren so: Ich mache mir vorher Gedanken darüber, welche Verluste ich ertrage. Wo endet meine Komfortzone? Und dann versuche ich mein Depot entsprechend zu strukturieren.
Für die Gewinner von gestern gilt der Sternchentext: „Performance der Vergangenheit ist keine Garantie für die künftige Wertentwicklung.“

Wenig Schwankungen

„Ich würde natürlich möglichst gerne das Geld vermehren und bin durch Rürup nicht so flexibel und will nicht so große Ausschläge nach unten haben, damit ich nicht so viel „aufholen“ muss.“

  1. Das hat nichts mit Rürup zu tun, sondern mit der Auswahl der Anlageklassen. Egal ob K. ein „nacktes“ ETF-Depot besitzt oder es mit einem Versicherungsmantel umhüllt: Ein ETF-Depot, dass zu 70 % aus Aktien-ETFs besteht schwankt, wie es eben ein ETF-Depot tut, dass zu 70 % aus Aktien-ETFs besteht. Die Rürup-Leute können auch nicht zaubern.
  2. Geld vermehren und „nicht viel aufholen“ schließen sich zum größten Teil aus. No risk no fun. Wer nicht bereit ist Schwankungen zu akzeptieren, wird auch sein Geld nicht nennenswert vermehren. Die Börse entlohnt uns für den Kontrollverlust.

Das Schicksal der Versicherungen

„Der Nachteil ist hier, dass die „alten“ Versicherungen noch die für die Kunden guten Alt-Verträge mit hohen Zinsen bedienen müssen und die Gefahr besteht, dass sie etwas ausbluten und dann keine Überschussbeteiligung mehr da ist.“

Eine Überschussbeteiligung ist doch jetzt schon nicht mehr drin. Die Versicherer sind unter der Kuratel der Regulierung. Es wird jedes Jahr enger. Bei den Kapitallebensversicherungen sehen wir jetzt schon einen Verkauf an Abwickler.
Das Versicherungsaufsichtsgesetz regelt, dass die Ansprüche der Versicherten zweitrangig sind. Erstranging ist die Sicherung der Arbeitsplätze der aktuell bei der Versicherung Beschäftigten. Siehe Kapitel 2 – Sichernde Maßnahmen (§§ 311 – 317)

„Alle Arten von Zahlungen, besonders Versicherungsleistungen, Gewinnverteilungen […] können zeitweilig verboten werden.“

Fazit

Das volle Programm: Stockpicking, Markttiming und Torschlusspanik gepaart mit solidem Halbwissen. Dazu fettes Klumpenrisiko und eine Wette auf die Solvenz einer Versicherung im Jahre 2050. Das ist der Stoff der dann bei Netflix den Kategoriecode 3653 (Dramas based on real life) bekommt.
Das K. das nun aber in bester „Stirb langsam“-Manier in nur 48 Stunden durchprügeln will, sollten wir ihr wenigstens helfen das Schlimmste zu verhindern.

Mein Rat

Fuß vom Gas. Das, was 49 Jahre lang nicht dringend war, muss jetzt nicht in einer Nacht-und-Nebel-Aktion durchgepeitscht werden.

  1. Muss das Langlebigkeitsrisiko wirklich über Rürup abgesichert werden? Ist die gesetzliche Rente eine Alternative?
  2. Wenn Rürup, dann erst unterschreiben, wenn Deal wirklich verstanden ist. Vielleicht vorher noch einen Termin bei der örtlichen Verbraucherzentrale machen?
  3. Burnoutverträgliche Einnahmequelle erschließen.
  4. Langsam mit einem selbstverwalteten ETF-Depot anfangen. Kleine Summe (100 € monatlich), ein ETF. Eingrooven, schwankungstolerant werden, dann den Geldhahn aufdrehen. Solange liegt das Geld gut auf dem Tagesgeldkonto.

Ihr Rat?
Gerne auch rüruptaktisch, denn da bin ich blank.