Die Bousseldande | Zu spät, um in Schönheit zu sterben? | Die hessische Weiberfastnacht 2017

Die Bousseldande beehren die hessische Weiberfastnacht 2017: Jochen Strunk als Mariechen und Klaus Wolf als Katrinchen mischen das Publikum ordentlich auf und krönen ihren Auftritt mit Trude Herrs Klassiker „Ich will keine Schokolade“. Wer da nicht mitschunkelt ist selbst Schuld!

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Wenn von den Bousseldande die Rede ist, denken die meisten an Witz und Klamauk auf Mittelhessisch. Dabei versteckt sich in der seit mehr als 25 Jahren ihr Publikum faszinierenden Theatergruppe aber sehr viel mehr: nämlich das sensible Beobachten menschlicher Eigenarten und Abgründe, ein mit unendlichem Fleiß zusammengetragener reichhaltiger Wortschatz, der zugleich auch die heimische Sprachkultur bewahrt sowie das Erfinden von phantastisch-realistischen Geschichten mit drolligen und skurrilen, aber lebensechten Figuren. Weiterhin sind Klaus Wolf und Jochen Strunk Schauspieler erster Güte. Die beiden Mundartkünstler erobern die Herzen der Zuschauer und vermögen es auch, diese tief zu berühren bis hin zur Traurigkeit. Will man Dialekte erhalten, müssen sie nicht nur gesprochen und gepflegt, sondern auch öffentlich gemacht werden. Darum bemüht sich die Theatergruppe Bousseldande seit nunmehr 25Jahren und hat damit ein Alleinstellungsmerkmal in der Region.

Der Name Bousseldande stammt übrigens aus dem hugenottischen und bedeutet so viel wie „fahrendes Volk“, „Straßenkünstler“. Die aufgeführten Stücke, die alle aus der Feder der Protagonisten stammen, reichen von urkomisch bis besinnlich und zeigen auf allen Ebenen das schauspielerische Können der Darsteller. Auch der visuelle Eindruck kommt nicht zu kurz: Es beginnt mit der mit viel Liebe zum Detail und originalen Möbeln gestalteten Bühne des vorigen Jahrhunderts und endet bei den originellen Kostümen der Darsteller.

Quelle: Homepage Die Bousseldande, im Februar 2020

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