Das haben die anderen diese Woche geschrieben (KW 39 / 2020)

FinCamp 2020 – auf der Zielgeraden

Optimismus rockt! Die Veranstaltungstechnik ist bestellt, das Mittagsmenü verkostet, die Raumplanung steht und fast alle Tickets sind weg. Ich habe meinen ersten Entwurf der Willkommensrede fertig und ein professionelles Filmteam haben wir auch. Es geht voran an allen Fronten.

Alle Referenten haben „Skin in the game“. Sie sind mit eigenem Geld investiert und erzählen ungeschminkt von ihren Erfolgen und Misserfolgen.
Unser Motto: Keine Sponsorenvorträge, kein Vertrieb, stattdessen: Wissen und Erfahrungen pur!
Ich würde mich freuen, Sie am 24. Oktober in München auf dem FinCamp 2020 begrüßen zu können.

Wir hoffen doch noch das „Ausverkauft“-Schild raushängen zu können. Wir würden uns sehr freuen, Sie am 24.10.2020 in München begrüßen zu können. Die Mutigen kriegen die Rendite. Sind Sie dabei?

Jetzt aber: Diese Artikel sind mir in dieser Woche in der deutschsprachigen Finanzblogosphäre aufgefallen.

Einmal Moralkeule bitte

Studie: Finanzbranche beschäftigt häufig vertrauensunwürdige Mitarbeiter

„Studenten, die ihre Karriere in der Finanzwelt planten, waren um 30 Prozent weniger vertrauenswürdig als solche, die nach ihrem Studium ihren Berufseinstieg in einer anderen Branche sahen. 2019 und 2020 wiederholte das Forschungsteam die Befragung und stellte fest, dass die weniger vertrauenswürdigen Personen auch tatsächlich in der Finanzwelt einen Job angenommen hatten.“
Download der Studie

Arbeitsmärkte für unmoralische Jobs Nicht Nutte oder Söldner, sondern Banker, Waffenproduzenten und Tabakhändler werden unters Moralmikroskop gelegt.

„Wir finden in unserer Studie, dass Arbeitnehmer für unmoralische Arbeit vergleichsweise hohe Löhne erhalten. Dies steht in krassem Gegensatz zum Ideal, nach dem Arbeitnehmer gemäß ihrem Beitrag zur Gesellschaft entlohnt werden sollten.“

So kommt Geld in die Kasse

Der Maschinist im Merkelmodus: Alles alternativlos.

„Eröffne ein Depot bei einem der aktuell besten Broker und kaufe dann per Sparplan oder als Einzelkauf den gesamten Aktienmarkt mit einem passiven Aktien ETF, wie zum Beispiel dem Vanguard All World FTSE.“

Alles andere ist des Teufels. Ein paar Hasardeure versuchen ihr Glück mit Immobilien, ein paar Kamikazes kaufen Optionen. Nicht zu empfehlen!

Sie haben eine Fonds-Rentenversicherung? Machen Sie das Beste draus. Katrin hat eine Fonds-Rentenversicherung. Wenn Sie die auf Lebenszeit verrenten lässt bekommt sie 27,77 € monatlich pro 10.000 € Versicherungskapital. Ein Champagner-Frühstück wird das nicht, aber ein Gläschen Asti Spumante geht.
Aber, Katrin ist ein Fuchs: Es gibt doch dieses Kapitalwahlrecht. Sie will sich auszahlen lassen. Nur: Was macht sie, wenn die Börse zum Stichtag im Coronafieber liegt? Den Ausweg beschreibt sie in ihrem Artikel.

Madame Moneypenny: Meine 10 Geldregeln. Nummer 7 wird Dich schockieren (mach ich aber auch so). Und: Wenn’s was zu feiern gibt, dann Schampus statt Sekt. Bochum lässt’s krachen.

Das geht nicht gut

Der Fall Wirecard: Wenn der Bock die Bilanzen prüft und dann als Gärtner steuerlich durchwinkt. Bock und Gärtner werden bezahlt von dem der die zu prüfenden Daten zur Verfügung stellt. Die Porno-Branche sortiert so etwas in die Schublade „Inzest“ ein. Für PMG, EY (Ernst & Young), Deloitte und PwC ist es normales Geschäft.
Heraus kommt dann ein Wirecard-Skandal.

Männers, aufgemerkt: Fürchtet die Apologeten der finanziellen Freiheit, denn

„Die Verrentung eines Mannes gilt Soziologen heute als eine der schwersten Lebenskrisen.“

Und dann die Kommentare erst….
Der Finanzwesir hält nach wie vor die Idee des Fuck-you-money hoch und sagt: Geld ist nicht dazu da, dass man machen kann was man will, sondern das man nein sagen kann zu all’ den Dingen, die man nicht will.

Beim Grundeinkommenexperiment, was wird da eigentlich untersucht? Die Wirkungen eines monatlichen Geldgeschenks oder die eines BGE.

„Stattdessen wurde sorgsam auf eine geschickte Konstruktion geachtet, so dass das „BGE“ völlig unversteuert bleibt, obwohl eigentlich Schenkungen von Fremden oberhalb 20.000 Euro in einem Zeitraum von zehn Jahren (hier sind es 43.200 Euro) schenkungsteuerpflichtig sind.
Es bestand offenbar größeres Interesse daran, durch eine möglichst attraktive Gestaltung der Geldgeschenke den Andrang auf die ausgelobte kostenlose Lotterie zu vergrößern, als an einem halbwegs realistischen Studiendesign und validen Forschungsergebnissen.“

Was nützen Burggräben, wenn der Feind Fallschirmjäger hat oder langfristig sind wir alle tot und Apple pleite. Dauerhafte Sicherheit gibt es nicht.

Der Finanzwesir meint: Das bezieht sich nicht nur auf Firmen sondern auch auf Anlagestrategien und Anlageklassen.