Juli 2020

Etf Versicherungsmantel 8Zamom

Leserfrage: Soll ich meinen ETFs einen Trenchcoat spendieren?

Leser S. fragt nach einem Mantel für seine ETFs

Ich bin 38 Jahre alt, verheiratet, Arzt von Beruf und arbeite in einer Klinik in Frankfurt. Bereits seit Studienzeiten werde ich von diversen Finanzdienstleistern (MLP, Mayflower, Ärztefinanz) umworben und „beraten“.
Ziel war es immer die „optimale“ Lösung für meine Finanzen und Versicherungen zu finden. Da ich mich im Studium und auch unmittelbar danach nicht näher mit finanziellen Themen auseinandersetzen musste, mal abgesehen davon dass ich gar keinen finanziellen Spielraum hatte, habe ich einige Zeit später beschlossen mich zukünftig selbst um meine Finanzen zu kümmern.
Seit einigen Jahren besitze ich nun ein Depot und bespare begeistert und ausdauernd MSCI „Brot und Butter“-ETFs. Ziel ist die Strategie eisern mit einem Sparbetrag von mindestens 600 € / Monat bis zum Rentenalter durchzuhalten.
Vor Kurzem informierte mich ein Finanzberater, dass es auch den ETF im Versicherungsmantel gibt und dieser steuerlich begünstigt wird. Ich könne mein Depot mit denselben ETFs fortführen, bloß in einer Versicherungsumgebung.
Ich bin skeptisch.
Leider habe ich keine Informationen zu dem Thema und habe keine Langzeitstatistiken, beziehungsweise Vergleiche mit meiner momentanen Strategie gesehen.
Hast du Erfahrung, beziehungsweise nähere Informationen zu dem Thema? Ich will mich nicht komplett gegen das Thema Versicherung sperren, dennoch bin ich sehr skeptisch was das Thema betrifft. Wir finanziell gut situierten und schlecht informierten Ärzte sind klassische Zielgruppe der Finanzbranche. Sicherlich wäre so ein Mantel auch mit hohen Kosten verbunden. Die Frage ist unter andrem, ob es so ein Produkt dank steuerlichen Vorteilen schafft im langen Zeitraum (30 Jahre) im Vergleich zu meiner aktuellen Lösung tatsächlich die Nase vorn zu haben.
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Podcast W9W2Hw

Kommer vs. Weber: Sind Faktor-ETFs wirklich Smart Beta? – Der Finanzwesir rockt, Folge 90

Das Duell der Passiv-Titanen. Ist Smart Beta Finanz-Hokuspokus oder kann man damit dauerhaft Geld verdienen?

Dr Gerd Kommer ist Pro-Faktor, Professor Martin Weber hält nichts von Faktoren.

Erst einmal stecken wir das Spielfeld ab

  1. Was ist das überhaupt: Ein Faktor? Wie ist er definiert?
  2. Stichwort Faktor-Zoo: Welche Faktoren gibt es überhaupt?
  3. Gibt es Faktoren nur bei Aktien oder auch bei Anleihen?
  4. Welche davon sind für den Privatanleger relevant, weil investierbar?
  5. Eignen sich Faktor-ETFs eher nur für fortgeschrittene Anleger?
  6. Sind die Kosten für Faktor-ETFs höher als bei normalen ETFs?

Jetzt wissen, wir was im Legokasten drin ist. Jetzt die Frage: Was bedeutet Faktor-Investing? Was macht ein Faktor-Investor anders als ein normaler passiver Buy&Holder?
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Wochenrueckblick Na6T88

Das haben die anderen diese Woche geschrieben (KW 31 / 2020)

Frag den Finanzwesir

Am 5. August 2020 um 19:30 Uhr ist es wieder soweit. Frag den Finanzwesir – Folge 2. Ein paar der kostenlosen Tickets sind noch zu haben. Fragen wie üblich vorab.

FinCamp 2020

Für alle, die Ihre Altersvorsorge jenseits von ETF-Sparplänen in den Griff bekommen möchten, gibt es das FinCamp.
Am 24. Oktober haben wir vier Referenten eingeladen, die zusammen mit mir die folgenden Bereiche präsentieren:

  • Indexing mit ETFs
  • Auswahl von Einzelaktien
  • Aufbau eines Immobilienimperiums
  • Stetiger Geldstrom via Hochdividendenwerte
  • Bändigungen der elenden Schwankungen eines Aktiendepots (besserer Schlaf)

Alle Referenten haben „Skin in the game“. Sie sind mit eigenem Geld investiert und erzählen ungeschminkt von ihren Erfolgen und Mißerfolgen.
Unser Motto: Keine Sponsorenvorträge, kein Vertrieb, stattdessen: Wissen und Erfahrungen pur!
Ich würde mich freuen, Sie am 24. Oktober in München begrüßen zu können.
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Wochenrueckblick Bosted

Das haben die anderen diese Woche geschrieben (KW 26 / 2020)

Diese Artikel sind mir in dieser Woche in der deutschsprachigen Finanzblogosphäre aufgefallen.

Seriös

Alles Gute zum Geburtstag: Der Finanzrocker wird fünf. Knapp fünf Millionen Downloads in fünf Jahren. Dazu gibt’s Daniels fünf Learnings aus fünf Jahren. Der Finanzwesir gratuliert und sagt: „Weiter so!“
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Wochenrueckblick Lxhdvy

Das haben die anderen diese Woche geschrieben (KW 29 / 2020)

In eigener Sache

Der Sparplan wird das neue Normal. Im Juni 2020 wurde rund 1,7 Millionen von den Dingern ausgeführt. Zeit mal genauer hinzuschauen. Deshalb hat
Richie von der Börse Stuttgart hat mich gebeten Sie um eine Minute Ihrer Zeit zu bitten. Wir haben hier eine kleine Sparplan-Umfrage konzipiert. Nur ein paar Fragen, schnell auszufüllen, anonym.
Ziel ist es eine möglichst breite Datenbasis zu erheben (Ritchie nutzt seine Kanäle und viele meiner Blogger-Kollegen machen auch mit), die mir dann als Basis für einen neuen Artikel dient.
Eigentlich ist es mir wurschtegal, wo und wie Sie Ihren Sparplan ausführen lassen. Was mich aber interessiert ist das Thema „Pay to play“. Immer mehr Broker verkaufen den Orderstream an einen Handelsplatz. Sparpläne sind das ideale Vertriebsargument. Ein Broker schreibt den Orderstream aus: Wir haben 50.000 Sparpläne zu je 150 € im Angebot. Wer ist an einem festen monatlichen Handelsvolumen von rund 7,5 Millionen Euro interessiert? Und so landen dann die Sparpläne von Trade Republic bei LS Exchange und die von Scalable auf Gettex.
Was bedeutet das eigentlich für uns Kunden? Und: Interessiert das überhaupt jemanden? Ich erhoffe mir von dieser Umfrage eine Antwort auf die diese Frage. Deshalb meine Bitte: Machen Sie mit.
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Wochenrueckblick R81Jo2

Das haben die anderen diese Woche geschrieben (KW 30 / 2020)

In eigener Sache

Die Sparplan-Umfrage

Knapp 3.000 haben mitgemacht. Vielen Dank!
Hier die ersten Ergebnisse:

  • Im Durchschnitt wandern jeden Monat 801,60 € in jeden Sparplan.
  • 25 % aller Leser zahlen bis zu 300 € ein
  • 25 % aller Leser zahlen zwischen 300 und 540 € ein
  • 25 % zahlen zwischen 540 € und 1.000 € ein
  • 25 % aller Leser zahlen mehr als 1.000 € monatlich ein.

Die maximale Sparplanrate liegt bei 20.000 €. Im Eifer des Gefechts eine Null zu viel eingetippt oder tatsächlich 20.000 €? Ich habe keine Ahnung, würde es aber nach meinen Coaching-Erfahrungen nicht ausschließen.

Dann zu den Antworten:
Die Hälfte weiß an welcher Börse der Sparplan ausgeführt wird. Einem knappen Viertel (22%) ist das latte („Nein, interessiert mich nicht“) und die restlichen 27 % sind auch nicht supermotiviert das mal herauszufinden („Nein, aber ich sollte mal nachsehen“).

Finanzwesir-Leser sind misstrauisch. 70% prüfen die Sparplanabrechnung. Von den verbleibenden 30 % haben sieben Prozent wenigstens ein schlechtes Gewissen („Sollte man eigentlich machen“). Die anderen 23 % heften nur ab („Wird schon stimmen.“).

Was wird denn nun gekauft?
Ich hatte ja in dieser Spalte irgendwas im Stil von „World-ETF“ oder „ishares“ erwartet. Statt dessen: Präzision! WKNs in Massen. Leute, ich bin stolz auf Euch. Ich kann ja nun auch nicht alle WKNs auswendig, aber der kursorische Check hat gezeigt: Alles Brot&Butter-Kram. Drei iShares Robotik-ETFs, das ist ein Promille, das geht unter. Ansonsten Vernunft pur. Ich bin beeindruckt!

Frag den Finanzwesir

Am 5. August 2020 um 19:30 Uhr ist es wieder soweit. Frag den Finanzwesir – Folge 2. Kostenlose Tickets hier. Fragen wie üblich vorab. Henrik und ich würden uns über zahlreiches Erscheinen freuen.
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